Über uns

Das Trägerwerk unterstützt die Erziehungs-, Bildungs- und Freizeitaufgaben der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in der Katholischen Kirchengemende St. Lambertus Castrop.

Das Trägerwerk ist der Rechtsträger der Kinder- und Jugendfreizeitstätte Marcel-Callo-Haus.

Das Trägerwerk unterstützt die Projektierung und Realisierung des zukünftigen Generationenzentrums „Widumer Tor“ innerhalb des Pastoralverbundes Castrop-Rauxel-Süd.

Das Trägerwerk der Georgspfadfinder gibt es seit nunmehr 34 Jahren. Sein Ursprung liegt in der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit des DPSG-Stammes St. Lambertus, der im Jahr 1951 in Castrop gegründet wurde.

1984 gab es auf der Grundlage der verbandlichen Leitziele erste Überlegungen, im damaligen alten Pfarrhaus der Gemeinde St. Lambertus an der Widumer Straße eine offene Jugendfreizeitstätte zu errichten. Hintergrund war die Idee, über die Gruppenarbeit hinaus gesellschaftliche Entwicklungen in den Blick zu nehmen. Besondere Verantwortung sahen die Beteiligten in der Betreuung arbeitsloser Jugendlicher, um diesen eine persönliche und berufliche Perspektive zu ermöglichen. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands des Pfarrhauses und der damit verbundenen nicht finanzierbaren Renovierungskosten kam dieses für eine entsprechende Nutzung jedoch nicht mehr in Frage.

1986 begann auf demselben Gelände im Herzen der Altstadt die Renovierung der dort nach dem 2. Weltkrieg errichteten provisorischen Flachbauten, in denen heute das Marcel-Callo-Haus beheimatet ist. Das Trägerwerk, die Pfarrgemeinde St. Lambertus und der Solidarfonds des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn teilten sich die Kosten. Die Grundidee, alle Arbeiten mit den Jugendlichen durchzuführen, stand dauerhaft im Zentrum aller Aktivitäten. Von Anfang an unterstützte das Arbeitsamt Recklinghausen mit seiner Außenstelle Castrop-Rauxel in unmittelbarer Nachbarschaft alle Maßnahmen.

Im Sinne gesellschaftlicher und verbandlicher Verantwortung erfolgte die Gründung des Arbeitslosenzentrum der Georgspfadfinder inmitten der Baustelle. Das Trägerwerk fungierte hier als verantwortlicher Rechtsträger. In der Folge wurden vielfältige Projekte und Maßnahmen in der Verschneidung von verbandlicher und offener Kinder- und Jugendarbeit durchgeführt.

1987: „Arbeiten und Lernen“

Diese Maßnahmen wurden durch das Arbeitsamt über viele Jahre gefördert. Die Grundidee bestand darin, Jugendlichen und jungen Erwachsenen berufliche Qualifizierungsmöglichkeiten zu bieten. So wurden diese in unseren Räumlichkeiten vormittags schulisch und nachmittags handwerklich ausgebildet. Es hatte durchaus Charme, die eigenen Räume nach und nach selbst zu renovieren und weiterer Nutzung zuzuführen. Schon damals gehörten Sozialpädagogen, Lehrkräfte und Handwerksmeister zum Team, die hier ebenfalls berufliche Einstiegsmöglichkeiten fanden.

1989: „Café im Arbeitslosenzentrum“

Die Eröffnung des Cafés etablierte für einige Jahre einen offenen Treff, verbunden mit der Idee, hier Kontakte knüpfen zu können und Beratungsmöglichkeiten für junge Arbeitslose anzubieten.

1990: Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für schwerbehinderte Langzeitarbeitslose

In der hauseigenen Holzwerkstatt wurden unter Anleitung eines Schreinermeisters und mit fachlicher Begleitung durch Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und Lehrer berufliche Qualifizierungen durchgeführt.

Die Maßnahmen fanden durchgängig bis 2005 statt. Sie erreichten insgesamt 150 Jugendliche und junge Erwachsene.

2006: Arbeitsgelegenheiten

Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden in der Folge durch sogenannte „Arbeitsgelegenheiten“ abgelöst und durch das Jobcenter gefördert.

Seit 1989: Naturnaher Garten als Lern- und Erlebnisfeld

Das Projekt „Naturnaher Garten“ mit seinem Lehr- und Lernpfad im über 3000 Quadratmeter großen Garten stand und steht den Schulen, Kindertagesstätten und Besuchern des Hauses bis heute als Spiel-, Lern- und Begegnungsort zur Verfügung. Im Mittelpunkt steht heute die große Seilkletteranlage Marcel-Callo-Haus.

23.05.1992: Gründung Marcel-Callo-Haus

Die Einrichtung erhält den Namen „Marcel-Callo-Haus“. Der Namensgeber ist Marcel Callo, ein christlicher französischer Pfadfinder, Jugendarbeiter und Gegner des Nationalsozialismus, der 1945 im Alter von 24 Jahren im Konzentrationslager Mauthausen zu Tode kam. Er wurde 1987 seliggesprochen. Das Haus hat sich inzwischen zu einer in Castrop-Rauxel anerkannten öffentlich geförderten Kinder- und Jugendfreizeitstätte entwickelt.

Dr. Anton Markmiller berichtet zum 95. Geburtstag Marcel Callos.

2007: Kooperation OGS

Mit der „Grundschule am Grünen Weg“, einer Offenen Ganztagsgrundschule in Obercastrop, kam es für einige Jahre zu einer in Castrop-Rauxel einzigartigen Kooperation. Die in der OGS angemeldeten Kinder wechselten nach dem Unterricht in unsere Einrichtung. Mittagessen, Lernzeiten und Freizeitgestaltung standen auf dem Programm.

Weitere jährliche oder fortlaufende Programme und Veranstaltungen:

• Projektwochen in der Ferien
• „Casterix“-Ferienprogramme
• Selbstbehauptungskurse für Grundschulkinder
• Afrikanische Trommelworkshops
• Bambini“-Italienischkurse
• „Kids WM“ in Zusammenarbeit mit den städtischen Jugendzentren (Team Jugendhilfe)

Die Situation heute

Heute findet neben all den genannten Projekten, teilweise auch in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Castrop-Rauxel, eine Übermittagbetreuung von Grundschulkindern statt. Eine hauptamtliche Mitarbeiterin, ein hauptamtlicher Mitarbeiter, weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zeitlich befristeten Teilzeitstellen sowie etliche Honorarkräfte bilden das pädagogische Team.

Das Marcel-Callo-Haus ist eine anerkannte Kinder-und Jugendfreizeitstätte, deren Bekanntheits- und Anerkennungsgrad in Castrop-Rauxel sehr hoch ist.

Joint Venture nach unserer Art der Jugendhilfe: Callo-Mountain trifft DPSG-Jurtenburg zur Feier des 60. Stammesjubiläums

Besonders erwähnenswert ist, dass sich in unserer Einrichtung die offene und die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit begegnen und ergänzen. Innerhalb der verbandlichen Gruppenarbeit des DPSG-Stammes St. Lambertus Castrop gestalten ehrenamtlich tätige Leitungskräfte mit entsprechender Ausbildung für die Kinder und Jugendlichen wöchentliche Gruppenstunden. Sie führen Wochenendfahrten durch und organisieren gemeinsame Freizeiten und Zeltlager. Es gibt Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover. Verantwortlich ist hier die Leiterrunde, die sich in regelmäßigen Abständen zu den Vor- und Nachbereitungen trifft. Das Vorstandsteam (Vorsitzende, Vorsitzender, Kuratin) begleitet diese verbandliche Arbeit.

Blick aus dem Callo-Garten auf den Förderturm der ehemaligen Zeche Erin